Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus müssen Sie zusätzlich zu den Immunsuppressiva eventuell weitere Medikamente einnehmen. Befragen Sie zusätzlich zu den folgenden Informationen bitte auch Ihren Arzt.
Antihypertensiva werden bei Blutdruckerhöhung verordnet, die unter anderem auch durch die Einnahme von Ciclosporin, Tacrolimus oder Kortison ausgelöst werden kann. Die Häufigkeit der Einnahme richtet sich nach dem Grad der Blutdruckerhöhung und wird wahrscheinlich zwischen ein- und dreimal täglich variieren. Ein Blutdruckmessgerät hilft Ihnen dabei, die Entwicklung des Blutdrucks zu überwachen.
Cholesterinwerte können bereits vor der Transplantation erhöht sein oder durch Immunsuppressiva erhöht werden. Gerade nach der Transplantation ist es wichtig, erhöhte Cholesterinwerte zu senken, da diese Herz, Gefäße und Nieren schädigen können. Sie sind z.B. wesentliche Risikofaktoren für Arteriosklerose, Herzgefäßerkrankungen und Herzinfarkt.
Diuretika müssen gelegentlich eingenommen werden, falls es zu einer vermehrten Wassereinlagerung im Gewebe kommt. Die tägliche Gewichtskontrolle dient dann der Überwachung des Erfolges dieser Medikamente.
Säurehemmer oder Säureblocker werden eingenommen, um die Säurebildung im Magen zu unterdrücken bzw. schon gebildete Säure zu binden und somit Magengeschwüre zu verhindern.
Antimykotika werden eventuell zur Verhütung von Infektionen im Mund-, Darm- und Genitalbereich verordnet. Diese Medikamente sollten immer nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Um die beste Wirksamkeit zu erreichen verteilen Sie das Medikament mit einem Tupfer im Mundraum.
Antibiotika müssen bei bakteriellen Infektionen eingesetzt werden. Vor der ersten Antibiotikagabe wird Ihr Arzt routinemäßig Kulturen von Blut, Urin und Rachenabstrich anlegen, um die genauen Erreger bestimmen zu können. Antibiotika werden auch vor bestimmten Untersuchungen bzw. vorbeugend gegen Infektionen gegeben.
Antikoagulantien sind Medikamente zur Verminderung von Blutklumpenbildung (Blutthromben) in Arterien und Venen. Sie werden nur bei wenigen Patienten verordnet.