Langzeitnebenwirkungen und Lebenserwartung

Um ein langes Patientenüberleben zu sichern,scheint mir zumindest bei den Lebertransplantierten auf Dauer weniger die Transplantatfunktion von Bedeutung zu sein,als  die Langzeitnebenwirkungen der Medikamente.Nach meinen Suchergebnissen,scheint auch weniger das Medikament selbst,als die Dosis eine Rolle zu spielen.Bei allen bekannten Nebenwirkungen,intressiert mich aber besonders die Häufigkeit,dazu sind kaum Zahlen veröffentlich.Das Risiko bei Krebs ist z. B. X mal höher,aber wie viele haben es wirklich?

Mich würde sehr intressieren mit welchen Langzeitnebenwirkungen ihr zu kämpfen habt und wie ihr damit fertig werdet.Natürlich wünsche ich uns davon verschont zu sein und es auch zu bleiben.

 Hallo zarzis,

 

das hast Du gut erfasst !

Die Transplantatfunktion kann hervorragend sein, während im Körper die Zellen entarten und sich zum Karzinom entwickeln.

Welche alternative hat der Transplantierte ? Die Möglichkeiten sind begrenzt ,aber  durch die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen besteht die Chance, frühzeitig solche Veränderungen zu bemerken und dementsprechend zu handeln.

Oft ist es auch schwierig , die Langzeitnebenwirkungen von ganz normalen altersbedingten "zipperlein "zu unterscheiden. Jedes Jahr des altern bringt auch seine körperlichen Probleme mit sich, deren Ursache gerne den Medikamenten zugeschoben werden.

Heute bin ich 5 Jahre transplantiert und die gravierensten aller Nebenwirkungen sind Tumore in der Brust . ( überrascht hat es mich nicht)

Alles andere ist dagegen nicht der Rede wert .

 

L.G.

Manuela

 

 

 

Liebe Manela,
ich drücke Dir ganz fest die Daumen,dass alles gut wird.
Warum warst du nicht überrascht? Brustkrebs gehört doch eigentlich nicht zu der bekannt, erhöhten Risikoart,es sind doch eigentlich eher der Haut- und Lymphkrebs..

 Hallo zarzis,

 

Tumor ist nicht gleich Krebs !

Es gibt Histologisch ( feingeweblich) große Unterschiede , so ist ein Tumor NICHT unbedingt  auch ein Karzinom. Eine ausgiebige Diagnostik  ist deshalb sehr wichtig um den Wachstumsverlauf zu kontrollieren und den richtigen Zeitpunkt für die weiterführende Behandlung zu bestimmen.

In meinem Fall handelt es sich um "Bi-Rads 2° ",d.h. es ist noch nicht "giftig".

Zellentartungen sind unter der Einnahme der Immunsupp. KEINE  Seltenheit, -können aber durch die regelmäßigen Kontrollen frühzeitig erkannt und behandelt werden. 

Das Wissen um eine mögliche Tumorbildung unter immunsupp. wurde mir deutlich in der TX-Ambulanz vermittelt . Ebenso musste ich vor der TX  schriftlich meine Kenntnis über mögliche Tumorerkrankungen bestätigen.

Für mich persönlich ist das auch kein Grund in Panik zu verfallen, denn ich wusste um das erhöhte  Risiko und konnte mich darauf einstellen.

 

 

L.G.

Manuela

 

Hallo

Auf der Internetseite:

http://www.transplantation.de/txmed-1-2011.html

ist ein Artikel über Herztransplantation und mögliche Gesundheitliche Probleme danach. Auch in Zahlen. Es betrifft zwar Kinder, aber für Erwachsene kann auch interessant sein.

Pediatric Heart Transplantation 2011

Artikel ist auf deutsch und sind dort Fallzahlen aus Klinikum Giessen, wo 148 bis dahin transplantierte Kinder in die Studie aufgenommen wurden.

Gruß

 

Hallo Zarzis,

in der Zeitschrift Lebenslinien vom Verein Lebertransplantierte e.V. finden sich häufig Zahlen zu solchen Themen: z.B.Heft 2/2010 zum Thema Hautkrebs: " 2 Jahre nach Ltx haben 5% einen nichtmelanozytären Hauttumor, nach 20 Jahren sind es 80%. Je nach Region kann man von einem 350-fach erhöhten Risiko für die Entwicklungs eines solchen Tumors gegenüber der Normalbevölkerung sprechen".

Zudem hängt es auch davon ab, wegen welcher Vorerkrankung man transplantiert ist, ich bin z.B. wegen einer PSC transplantiert, da besteht ein recht hohes Risiko für Darmkrebs, Gallengangskarzinome und Leberkrebs.

Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass es für mich besser ist, sich nicht zu sehr mit solchen Statistiken zu beschäftigen, ändern kann man eh nichts dran, man sollte die  Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig durchführen und versuchen sein Leben zu genießen, auch wenn man manchmal Angst hat, was da noch auf einen zukommt.

Dir alles gute,

Tine 

 

Ja, das in den Lebenslinien,habe ich auch gelesen und ganz schön Panik bekomen.Mein Arzt in der LTX Amb.sagte aber,dass die Zahlen nicht stimmen und dass es Panikmache sei,auch in der Hautklinik wurde mir versichert,dass diese Zahlen keineskalls stimmen eine häufung ja,aber nicht so.Dieser weisse Hautkrebs wäre ja auch gut behandelbar und daran wäre dort noch kein Transplantierter gestorben.Ich mache mir eher Gedanken wegen der Lymphome.

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