Marktrauminfarkte und Nekrosen
Hallo an alle,
hätte ich dieses Forum früher entdeckt, dann wären mir einige Probleme erspart geblieben.
Ich bin seit April 2010 HTx transplantiert und nach kompliziertem Verlauf (Abstoßung, 4 Wochen Koma, Re-Thorakotomie nach Perikarderguß, Nierenversagen, Nervenschädigungen...etc) konnte ich wieder arbeiten und am Leben teilnehmen. Doch ich bekam im September 2011 Schmerzen an der Hüfte. Röntgen-Bilder hatten am Anfang nichts gebracht und mir wurde Krankengymnastik verschrieben. Es wurde schlimmer und CT-Bilder zeigten veränderungen des Huftgelenks. Erst vor einer Woche konnte ich MRT-Untersuchungen machen, da ich noch ein ICD im Brustkorb hatte. Ergebniss: Knocheninfarkte an OSG , Ellenbogen, Hüfte (beidseitig, wobei links ist der Femurkopf nicht mehr rund). Eine Bohrung wurde damals schon in Erwegung gezogen aber nicht umgesetzt aufgrund immer wieder kehrender Arthroseanfälle (mal aseptisch, mal nicht). Jetzt wissen wir endlich woran das alles gelegen hat, aber die Orthopäde im Marienkrankenhaus (Hamburg) wissen nicht die Ursache von dem Problem und sehen eine OP eher kritisch an. Ich bin 30 und frage mich, ob eine Prothese wirklich die Lösung ist. Auf der anderen Seite, ist die Erfolgsquote einer Dekompression nicht mehr so hoch, abgesehen von der langen Reha-Zeit. Ist es nun zu spät? Werde ich mein Leben lang mit Gehhilfen und Schmerzen laufen müßen? Wo bekomme ich denn Hilfe? Warum ist kein Arzt früher drauf gekommen?
LG
Kannelon






Hallo Kannelon,
Ich bin PNTX und hatte/habe bds.Hüftdysplasie. Dazu gehört Hüftkopfnekrose. Ich bekam allerdings einige Jahre vor der TX neues Hüften. Ich kann das nur empfehlen, denn ich war Schmerfrei. Zwischen Diagnose und erster OP lagen 10 Jahre, in denen die Schmerzen stetig gewachsen sind. Ich habe auch viele Dinge ausprobiert, schließlich nimmt man freiwillig Schmerzmittel. Aber keiner wollte mich operieren, da ich zu jung sei. Das hat auch etwas mit der Lebensdauer von Hüftgelenken zu tun.
An Deiner Stelle würde ich den Experten-Rat fragen. Das wird Die bestimmt weiter helfen.
LG Helga
Hallo Helga,
vielen Dank für deine Antwort. Ja die OP möchte ich auch solange wie es geht raus zögern. Meine Lebensqualität ist im Moment aber nicht so toll, und noch dazu weiß keiner woher diese Blutstörungen kommen. Aufgrund meiner schlechten Niere, kann ich auch nicht alle Schmerzmittel nehmen. Wie alt warst du denn bei der OP und wie gehts dir jetzt mit der Prothese?
LG
Kannelon