Compliance - Was ist das?

Compliance [Komplaiens]

kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt: „Befolgung“. In der Medizin versteht man unter Compliance das Ausmaß, in dem sich ein Patient an eine empfohlene Behandlung wie z.B. Einnahme von Medikamenten oder an einen medizinischen Rat (z.B. Einhaltung einer Diät) hält. Man kann Compliance auch mit „Therapietreue“ gleichsetzen.  Das Nicht-Einhalten von ärztlichen Anweisungen bzw. die Nichtbeachtung von ärztlichen Empfehlungen wird als Non-Compliance bezeichnet.

Da heutzutage zwischen Arzt und Patient eine vertrauensvolle Beziehung angestrebt wird und eine eigenverantwortliche und aktive Beteiligung des Patienten erwünscht ist, hat man nach einem neuen Begriff gesucht, der diese Zusammenarbeit und beidseitige Verantwortung beschreibt. Im englischen Sprachgebrauch wird heute der Begriff „Adherence“ (Adhärenz = therapeutische Allianz) verwendet. Adhärenz bedeutet die Einhaltung der von Arzt und Patient gemeinsam vereinbarten Therapieziele.

Dazu gehören z.B. von Seiten des Patienten die regelmäßige, pünktliche und vollständige Einnahme der verordneten Medikamente, die Einhaltung von regelmäßigen Nachsorgeterminen, die Ausübung von sportlichen Aktivitäten, die gesunde Ernährung, und von Seiten des Arztes die Bereitschaft, auf die Möglichkeiten, Wünsche, aber auch Probleme seines Patienten einzugehen.

Der Begriff Adhärenz hat sich im deutschen Sprachgebrauch noch nicht durchgesetzt. Aus diesem Grunde wird im Folgenden der bekannte Begriff Compliance verwendet – allerdings in der Bedeutung von Adhärenz.

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