Antikörper und Antiseren

Monoklonale Antikörper (Daclizumab, Basiliximab, Muromonab-CD3) sind industriell hergestellte, hochaktive Eiweißverbindungen, die sehr wirkungsvoll gegen bestimmte Ziele auf Körperzellen vorgehen und dabei zu einer Zerstörung dieser Zellen führen können. Ein Antiserum (ATG) ist ein ähnlich wirkendes Gemisch von Antikörpern, das ursprünglich in Tieren gebildet und danach stark gereinigt wird.

Antikörper werden sowohl in der ersten Zeit nach Transplantation (Induktionstherapie) als auch im Rahmen der Abstoßungstherapie eingesetzt.

Muromonab-CD3 wird heute nur noch vereinzelt und bei schwersten Abstoßungskrisen eingesetzt.  Daclizumab und Basiliximab sichern während der ersten Wochen den Transplantationserfolg und erlauben eine niedrigere Dosierung der anderen Immunsuppressiva. Diese monoklonalen Antikörper lagern sich dabei an den Interleukin-2-Rezeptor auf T-Lymphozyten an, so dass dieser kein Signal für eine Zellvermehrung weiterleiten kann. Hierdurch werden Zahl und Aktivität dieser Zellen im Blut verringert und dadurch die Immunreaktion gegen das fremde Gewebe reduziert.

Sollte es im späteren Verlauf zu einer starken Abstoßungsreaktion kommen, lässt sich diese mit Daclizumab oder Basiliximab gut kontrollieren. Während des dann notwendigen Aufenthaltes in einer Klinik ist der Schutz vor Infektionen besonders wichtig.

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