Dank an die Familien der Spender
Im Jahre 1971 wurde bei mir Diabetes Typ 1 festgestellt. Die ganzen Jahre wurde ich für die damalige Zeit entsprechend behandelt, im Jahr 1992 wechselte ich meinen Wohnort und damit auch meinen Arzt, dieser schickte mich noch im gleichen Jahr in meine erste Kur zur "richtigen" Einstellung meines Profils, bereits da wurde eine leichte Störung meiner Nierenwerte festgestellt. Nach einer kleinen intracraniellen Blutung, ausgelöst durch eine nächtliche Blutdruckentgleisung, wurde ich seit 1998 medikamentös gegen die arterielle Hypertonie behandelt. Zu dem Zeitpunkt lag mein Crea-Wert noch bei 1,37 mg/dl, im Lauf der Jahre wurde er immer schlechter und man überwies mich an einen Nephrologen, wo ich dann entsprechend weiterbehandelt wurde. Da mein Crea-Wert immer schlechter wurde, erhielt ich im September 2004 einen Shunt und ich wurde auf die Möglichkeit der Transplantation angesprochen. Ich entschloss mich jedoch schnell dafür und hatte bereits im September einen Termin zu einem Gespräch und Aufnahme in die Warteliste zur Transplantation. Nachdem alle Voruntersuchungen abgeschlossen waren, kam ich im März 2005 auf "Transplantabel". Im Mai 2005 musste ich dreimal pro Woche zur Dialyse, welche für mich am 21. Dezember endete, denn am gleichen Tage bekam ich um 22 Uhr den Anruf, dass Organe zur Verfügung stehen. Da ich etwas eingeschlafen war, brauchte ich einige Minuten, bis ich alles als reellen Zustand begriffen hatte. Dann ging alles Schlag auf Schlag und ich war um 1 Uhr im Knappschaftskrankenhaus in Bochum, wo ich bereits erwartet wurde. Ich wurde von Robert, dem ich später sehr dankbar war, empfangen und auch betreut. Da ich nicht schlafen konnte, erfuhr ich so einiges über die Medikamente und deren Menge, welche man nach der OP einnehmen muss. Meine Gedanken waren bei meinem Sohn, von dem ich mich leider nicht verabschieden konnte, und ich hoffte nur, dass alles klappt. Am Morgen erfuhr ich dann, dass die Werte gut übereinstimmten und ich kam gegen 10 Uhr in den OP, wo man mir 6,5 Std. die Organe einoperierte. Als ich wieder bewusst wach wurde, war es bestimmt 22 Uhr und man teilte mir mit, dass die neuen Organe arbeiten. Mein Zimmergenosse, welcher aus dem gleichen Ort kommt, hatte auch eine NP-TX erhalten und bei uns beiden sind die Werte immer besser geworden und wir sind beide sehr dankbar für die Organspende.
Wir danken hiermit den Familien der Organspender.





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