Für alle Diabetiker
Ich wünschen einen Tag mit viel Lachen!!! Das hat seinen Grund, denn mit Humor und Lachen ist alles nur halb so schlimm. So bin und so lebe ich seit 53 Jahren.
Seit dem 5. Lebensjahr Diabetikerin. Genetisch geerbt. 1 Kind, Diabetesgen nicht geerbt. Kind ist gesund und ich bin schon Oma. - Ich hatte als Kind/Jugendliche chronische Nierenbeckenentzündungen, die nach der Schwangerschaft ausgeheilt wurde. Nach 40 Jahren Diabetes bekam ich schlechte Nierenwerte und mein Hausarzt, ein Internist, schickte mich in die nephrologische Ambulanz unseres städtischen Klinikums in Krefeld. Dort wurde ich umfassend untersucht und informiert über Dialyse und ihre Möglichkeiten durch das KfH, und die Doppeltransplantation.- Schreck lass nach ! Ich hatte 20 Jahre früher Dialysen im Krankenhaus gesehen, na ja, auf Wolken schweben ist was anderes ! Aber alle Dinge entwickeln sich, und ich will leben, und zwar so gut wie müglich ! Ich bekam ein Demerkatheterin die Halsvene, na ja, dann sind eben Haltücher wieder modern. In 5 OPs wurde ein Shunt angelegt, den braucht man, damit man punktiert werden kann zur Dialyse. Während der Shunt dann wuchs, grösser und kräftiger wurde, habe ich mich über Transplant Kliniken informiert. Ich fuhr nach Bochum, habe mir alles angesehen und mich entschieden. Natürlich ist Dialyse kein Zucker schlecken, aber ich habe schlimmeres erlebt. Im September 2002 war es dann soweit, der Anruf kam, ich bin mit meinem Mann in die Klinik gefahren, ich wurde erfolgreich transplantiert.Meine Bauchspeicheldrüse brauchte 2-3 Tage, aber ohne zusätzliches Insulin, und meine Niere hat einen Transportschaden. Ich durfte essen und trinken was ich wollte, ohne Insulin. Das Blutzuckermessen geht natürlich weiter, zur Kontrolle, genauso wie die Mengenbestimmung des Urins und der Trinkmenge. Den Patienten bekommen die Immunsupressiva, die unterdrücken diejenigen weißen Blutkörperchen, die für den Angriff auf die neuen Organe verantwortlich sind, sprich Abstoßung. 3 Wochen nach der TX hatte ich trotz allem eine Abstoßungsreaktion und bekam ATG , eine kleine Chemo über 10 Tage. -70 Prozent der Bevölkerung sind CMV positiv, Infektion durchgemacht ohne Probleme, 30 Prozent sind CMV negativ, haben sich nie angesteckt. Ich war negativ und habe positive Organe bekommen. So weit so gut, durch die Atg Behandlung war mein Immunsystem so schwach, das der Virus "Hallo" gerufen hat und sich sprunghaft vermehrt hat. Das kann lebensgefährlich werden. Aber so schnell gebe ich ja nicht auf, aber ich war insgesamt 3 Monate in der Klinik. Das erste Jahr war nicht einfach, Kontrolltagebuch, wo alle Werte aufgeführt werden, zur Kontrolle in der TX Ambulanz erscheinen, bei schlechtern Werten, z.B.Nierenbiopsie oder Kernspintomographie, sehr häufiges Hände waschen, Mundschutz tragen. -
Das ganze ist jetzt 6 1/2 Jahre her. Ich nehme Prograf 2,5-2,5, CellCept 500 1-1, Decortin 5mg 1--, Entwässerungstabl.,Blutdrucktabl.. Messe zwischendurch Blutdruck und Blutzucker, und gehe abwechselnd alle 6 Wochen zu meinem Hausarzt und in die nephrologische Ambulanz. Die betreuen NierenTX, Pankreas/NierenTX und LeberTX. Mir geht es hervorragend. Alle 5 Jahre werde ich gegen Pneumokokken/Lungenentzündung geimpft, und jedes Jahr gegen Grippe. Ich nehme Magentropfen wegen dem CellCept und gehe regelmässig zur Kontrolle bei den anderen Fachärzten.
Auch Diabetiker können weiterleben. Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.
Ich habe gewonnen !!!





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