Herz- und Lungentransplantiert
Im Dezember 2007 kam ich mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus nach Osnabrück. Mit meinem angeborenem Herzfehler war ich Krankenhausaufenthalte gewohnt.
Die Ärztin sagte nach einigen Untersuchungen zu mir: "Frau D., Sie brauchen dringend ein neues Herz und eine neue Lunge. Außerdem haben sie ein Aneurysma (erweiterte Aterie) und das kann jeden Moment platzen. Wir suchen ihnen schnellstmöglich ein Klinik die Transplantationen durchführt." Ich war erstmal total geschockt und den ganzen Tag so gut wie gar nicht ansprechbar.
Die Entscheidung fiel dann auf die Uniklinik Münster. Am 21. Dezember kam ich also dorthin. Nachdem meine Lungenentzündung erfolreich abgeheilt war und ich alle Untersuchungen für die Warteliste hinter mir hatte, wurde ich am 9. Januar gelistet. Eine Woche später erfolgte die "HU"-Listung.
Nach 1 einhalb Monaten ging es für mich von der Kardiologie auf die Chirurgie.
Das Warten auf passende Organe wurde immer länger und immer qualvoller für mich. Irgendwann gab ich auf. Nach insgesamt 4einhalb Monaten in Münster wollte ich dort unbedingt weg. Mir ging es zu diesem Zeitpunkt nicht nur körperlich sehr schlecht, sondern auch psychisch. (Mit Depressionen und Suizidgedanken)
Ich fühlte mich dort fehl am Platz. Einige liebe Ärzte und Ärztinnen halfen mir dabei dort weggehen zu können und so kam ich in die MHH. Es war dort gleich viel besser. Ich fühlte mich dort von Anfang an superwohl. Alle sind so lieb. So etwas habe ich in einer Klinik noch nie erlebt.
In der MHH musste ich noch weitere 4 Monate auf meine Transplantation warten, aber das empfand ich nicht als qualvoll. Obwohl mich mein Aneurysma immer wieder daran erinnern musste, dass es noch da war und es mir körperlich immer schlechter ging.
Am 4. September 2008 wurde ich schließlich Herz-Lungentransplantiert. Schon nach 3 Tagen kam ich wieder von der Intensiv runter. Nach 6 Wochen ging es in die Reha nach Bad Fallingbostel. Da war es auch echt klasse. Wieder alle so super nett. Und dann kam ich am 21.November 2008 nach 11 Monaten und 6 Tagen Krankenhaus/ Reha wieder nach Hause.
Ich bin allen, die mich während meiner Zeit begleitet haben, so unendlich dankbar. Dr. Stypmann und das ganze Team der Station 17 in Münster, Prof. Däbritz, das ganze Team der Stationen 12 und 15 der MHH und in der Klinik Fallingbostel und ganz besonders meinem Transplantationschirurgen Dr. Simon!
Und natülich meinem Spender und dessen Angehörigen.





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