Lebertransplantation bei HPC
Im April 07,wurde ich nach 4,5 jahren Wartezeit im Vircho-Klinikum Berlin transplantiert - mit der Bemerkung, dass der HPC (Hepatitis c) wieder zum Vorschein kommt, was auch keine 5 wochen dauerte.
So nun meine Vorgeschichte:
Ich erfuhr auf ganz kuriose Weise, dass ich HPC habe, auf Grund meines Gesundheitszustandes, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, alle Knochen haben weh getan, suchte ich 1985 meinen Hausarzt auf, er war der Meinung, ich sollte mal eine Kur machen, um wieder auf den Damm zu kommen. Gesagt, getan. Ich fuhr zur Kur, dort meinte man, meine Leberwerte sind so schlecht, ich sei Alkoholiker. Obwohl ich in der Gastronomie arbeitete, habe ich in meinem ganzen Leben nie viel Alkohol getrunken, mir reichte es, immer die anderen so zu sehen, was mich oftmals abstieß. Aber eine einmal gefasste Meinung von Ärzten wird man so schnell nicht los. Zurück in Berlin machte mein Hausarzt einen Test und stellte fest, dass ich non-a und non-b-Antikörper im Blut hatte ..was mich sehr verwunderte, denn von einer HP-b war mir nichts bekannt. Viele Jahre später wusste man, dass es HPC ist. Ich fuhr noch mal zur Kur, weil sich mein Gesundheitszustand nicht besserte, im Gegenteil. Nach 3-5 Stunden war ich so schwach, da hätte ich noch nicht mal einen Liter Milch tragen können. Auch diesmal dasselbe Spiel, nur kam jetzt noch der Ausdruck eines Hypochonders dazu, also ich würde es mir nur alles einbilden.
Im Jahre 96 dann stellte ich auf Grund dieser ganzen Geschichte einen Rentenantrag, ich war ja zu kaum noch irgendeiner Leistung fähig. Klar, dass es abgeschmettert wurde. Ich nahm mir eine Anwältin und wir gingen in Widerspruch. Es begannen sieben Jahre harter Kampf mit der lva, bis sie kleinbeigeben mussten. Inzwischen wurde im Herbst 97 bei mir die hpc diagnostiziert. Das war ein harter Schlag für mich...ich düste durch das Internet und machte mich schlau. Begann dann 2000 mit einer Peg-intron/Rebetol Therapie,welche nach 4 Monaten abgebrochen werden musste, da lebensgefährliche Nebenwirkungen auftraten. Im Dezember 02 wurde ich dann auf die Transliste in Leiden gesetzt. Nun begann das Warten, meine Nerven waren die erste Zeit zum Zerreißen gespannt. Ich düste wieder durch das Internet und sog alles in mich auf, was es dort zu lesen gab über diese Krankheit. Im Herbst 06 hatte ich alle Stadien der Krankheit durch und meine Leber war schon arg in Mitleidenschafft gezogen..die tita-Werte waren an der obersten Grenze und meine Leberwerte auch ..endlich im April 07 kam die Lösung .. Anruf von der Klinik, Krankenwagen mit Blaulicht. Stunde später auf dem OP-Tisch. Nach vier Tagen kam ich zu mir und freute mich des Lebens. Da ich nach außenhin ein sehr starker Mensch bin, hatten die Ärzte ihre \"Freude\" an mir, sie kamen gerne zu mir ins Zimmer,es gab immer etwas zu lachen. Nach 21 Tagen ging es nach Hause, endlich aber nach einer Woche kam Tatütata und holte mich ab ..Verdacht auf Abstoßung...nein, verkehrt: der Virus hat brachial wieder zugeschlagen. Dennoch fuhr ich zur Reha um Kräfte zusammeln. Nach der dritten Woche brachte man mich im Taxi nach Berlin, weil die Leberwerte auf über 800 gestiegen waren.
Also wieder Krankenhaus und Beginn der Pegintron/Rebetol-Therpie.. davon drei Wochen alle vier Stunden 125mg Interferon intravinös.. das hat mich geschlaucht bis zum Umkippen. Danach habe ich die Therapie auf 16 Monate zu Hause fortgesetzt. Auf Grund einer Lungenentzündung musste sie unterbrochen werden, mit einer Viruslast von knapp 250.000 Einheiten. Inzwischen gibt es eine neue Therapie, die auch Patienten wie mir Heilchancen einräumt. Leider ist es verbunden mit Legalon-sil (Mariendistel) und dieses pflanzliche Präparat zahlt die Kasse nicht. Ich bin dabei, es mir zu erstreiten mit Hilfe der Ärzte vom Klinikum. Bis jetzt sieht es aus, dass es erfolglos sein wird.
Da ich Kassenpatient bin, kann ich mir eine 14 tägige Behandlung von 250€ nicht leisten, um diese Therapie zumachen.. wo bleibt die Gerechtigkeit und Menschlichkeit in unserem System????? Sollte es nicht genehmigt werden von seiten der Kasse, werde ich mich an Ulrich Meyer wenden und an die Öffentlichkeit gehen..
Ich suche auf diesem Wege gleichgesinnte Patienten, so dass wir eine große Front gegen die Kassen werden ..
Danke für eure Geduld beim Lesen
es grüßt evelyn h.
Persönliche Angaben: geb. 1949 in Berlin, geschieden / rentnerin





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