Nicht alles Gold was glänzt

Ich bin im Mai 2006 nierentransplantiert worden, die OP lief gut, bin nach 3 Tagen auf die Zwischenstation gekommen, nach einem Tag war der Verdacht einer Hep.A im Raum, musste auf andere Station verlegt werden, dort kamen alle nur mit Schutzkleidung ins Zimmer und ich durfte nicht raus. Hep. wurde nicht bestätigt, hatte Probleme mit Medikamenten, wurde erprobt, nach ca.10 Tagen hatte ich durch Calciummangel starken Juckreiz, duch die gegebenen Medis bekam ich Durchfall, das Medi, was ich zu Haus hatte und wirkte, war der Klinik zu teuer, hab mir meins von zu Haus mitbringen lassen. Am letzen Tag (16.) ging die Narbe wieder auf, bin dann mit neuen Blutdruck- und Immunsupp.Medis nach Hause, hatte dort so niedrigen Blutdruck, dass ich nur gelegen oder geschlafen habe.

Bin nach 3 Tagen zu Hause zur Kur, dort konnte ich mich kaum auf den Beinen halten, alles war sehr anstrengend, hatte mich soweit wieder körperlich erholt und bin nach Hause, dort musste ich nach einer Woche wieder in die Klinik, da noch der PD Katheder entfernt werden sollte, OP war war soweit ok, doch bei der Kontrolle (CT) wurde Flüssigkeit im Bauraum festgestellt und ich musste am nächsten Tag noch mal in den OP, zu meinem Glück wurde die alte Narbe ( die noch immer offen war) genuzt und die Flüssigkeit entfernt, nach ca 3 wochen konnte ich wieder nach Hause.

Nach ca. 2 Monaten bekam ich ständig Magenschmerzen und musst mich übergeben, bin 3 Monate lang jede zweite Woche deswegen in die Notfallaufnahme und dann wurden Untersuchungen gemacht und nie was gefunden, bin dann von den Transplantärzten zu den Nephrologen geschickt worden, wo nach Wochen ein Artzt sagte, dies wäre psychisch, habe mich bei einer Klinik dafür vorgestellt und eine 8-wöchige Therapie gemacht, während der ganzen Zeit der Klinikaufenthalte und der Psychotherapie hatte ich ständig Blasenentzündungen; im April 07 war ich mit der Psychotherapie fertig. Mir ging es soweit wieder ganz gut, den ganzen Frühling/Sommer über hatte ich immer wieder mit der Blase zu tun, im Juli waren meine Blut- und Entzündungswerte so schlecht, dass ich wieder in die Klink musste, bekam Bluttransfussionen und es wurde an eine Abstoßung gedacht und meine Abwehr noch weiter heruntergefahren, darauf hin fing ich mir einen Krankenhauskeim ein und bekam noch eine Erkältung dazu, da ich aber zu den Nephrologen verlegt werden sollte, weil die Ärtzte nicht mehr weiter wussten, bekam ich gegen die Erkältung auch keine Medis o.ä.. Auf der anderen Station hatte ich erst einmal 10 Tage das Zimmer nicht zu verlassen (es war August), das Zimmer war nicht mehr als ein Bett ein Schrank, ein Stuhl und ein WC+ Waschbecken (war die Tür offen, war das Zimmer voll), in den 10 Tagen bekamm ich Antibiotika, da der Keim in der neuen Niere saß, nach den 10 Tagen durfte ich 2 Stunden am Tag mit Handschuhen und Mundschutz raus, bin zum Urologen wegen der Blase geschick worden und wurde untersucht, es wurde dann ein Reflux festgestellt, in dem bei 100 ml der Urin schon in die neue Niere zurüchfloss.

Also wurde die Niere noch einmal ganz neu angeschlossen in einer OP, nach 2 Wochen durfte ich dann nach Hause für eine Woche, dann wurde ein Katheter, der zwischen Blase und Niere war, entfernt. Dann hatte ich ca. 2 Monate Ruhe, bekam dann immer wieder Darmkrämpfe und war wieder ca. alle 2 Wochen eine Woche auf Station, nach diversen Magen- und Darmspiegelungen wurde nichts gefunden, als ich eines Tages mal wieder in der Notfallaufnahme lag, war zum Glück ein Artzt da, der am Bauch Ultraschall machte und sah, dass der Dünndarm an einer Stelle sich verengte und die Krämpfe verursachte.

Daraufhin wurde auf Station etwas zum Verdünnen des Stuhls gesucht. Das dauerte noch einige Tage, es war nun schon Anfang Dezember 07 und ich bekam auf einmal Wasser in den Beinen, das machte mich schon stutzig und am nächsten Tag kam meine Ärtztin und meinte, durch den Krankenhauskeim haben die neue Nieren einen solchen Schaden erlitten, dass ich wieder in absehbarer Zeit Dialyse machen müsste, ich war am Ende. Durfte dann nach Haus, dort erholte sich die Niere erwas und mit dem Darm gibt es immer mal noch Komplikationen, aber ich weiß nun, was ich tun kann und muss nicht mehr ständig in die Klinik. Jetzt 2009 läuft es halbwegs gut, hoffe nur, die Niere hält noch eine Weile.

Persönliche Angaben: Hallo ich bin 31, wohne seit 5 Jahren mit meinem Freund zusammen, hab seit 6 Jahren einen Hund, bin Rentnerin gelernte Einzelhandelskauffrau und Bürokauffrau, und will stundenweise Arbeiten 

 

 

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