Unverhofft kommt oft
Bei mir fing alles plötzlich und ohne Vorwarnung im November 2004 an, da war ich gerade 19. Meine Stiefschwester hat geheiratet und mir ging es nicht gut. Ich dachte, wahrscheinlich eine Magenverstimmung, denn das war zu der Zeit überall im Umlauf. Als das ganze immer schlimmer wurde, ich nur noch erbrochen hab und Durchfall hatte, bin ich am nächsten Tag zum Arzt. Dieser nahm das gleiche an wie ich und gab mir etwas gegen die Übelkeit. Das einzige, was bei mir schon länger nicht so gut war, war der Blutdruck, der war zu hoch. Ich hab dann zwei Tage lang auf Besserung gehofft, aber es wurde nur schlimmer, kein Schluck Wasser hab ich vertragen und hatte extreme Bauchschmerzen. Bin dann wieder zum Arzt, aber der hat erneut nur etwas gegen Übelkeit verschrieben und mich nach Hause geschickt. Abends haben mein Freund und mein Vater mich ins Krankenhaus geschafft, wo man mich zunächst ebenfalls wieder mit Magen- und Darmmedikamenten nach Hause schicken wollte, aber da der Blutdruck so extrem hoch war, behielt man mich da.
Dieser Eingabe verdanke ich mein Leben, denn man stellte fest, dass mein Krea bereits bei 13 war, was jedem Nierenkranken etwas sagt. Bin dann auf direktem Weg auf der Intensivstation in der Düsseldorfer Uniklinik gelandet und nach, ich glaube, 10 Tagen und einer Biopsie stand fest, dass die Nieren abgestorben sind. Keiner weiß bis heute genau, warum.
Zum Glück ist und war meine ganze Familie und mein Freund für mich da. Im Februar 2006 hat mein Vater mir eine Niere gespendet und seitdem läuft alles super. Hab einen Krea von 0,9 und auch mein Vater ist topfit.
Das ganze passierte während meiner Ausbildung, die ich aber mit Hilfe von allen Kollegen und Lehrern planmäßig und gut im Juli 2005 während der Dialysezeit abschließen konnte. Und seit ca 2 Monaten habe ich nun auch endlich eine fese Arbeitsstelle, was nicht so einfach war.
Persönliche Angaben: bin 22 Jahre alt, lebe mit meinem Freund zusammen und arbeite als kaufmännische Angestellte





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