Was lange währt wird endlich gut

Ich erfuhr 1980 bei einer Untersuchung im Großklinikum München, dass ich Schrumpfnieren habe und irgendwann mal an die Dialyse müsste. 1996 war es dann soweit. Nach Anmeldung im Transplantationszentrum Ulm wurde mir mitgeteilt, dass ich 100% Antikörper und so gut wie keine Aussicht auf eine Spenderniere hatte. Mir ging es an der Dialyse  gut und hatte mich schon damit abgefunden. 2003 wechselte ich dann ins TX-Zentrum ins Zk-Augsburg, wo mir wieder Hoffnung gemacht wurde. Ich bekam dann mehrere Anrufe, dass ich mich bereithalten sollte. Dann wieder Absage wegen meiner Antikörper. Am 16.09.2004 kam nachts um 1 Uhr der Anruf und ich musste sofort kommen. Nach Großmatch usw. wurde die Transplantation morgens vorgenommen. Am 17.09. um 21 Uhr wurde mir die Niere wieder entfernt. Es hatten sich Blutgerinsel gebildet und die Niere war leider nicht mehr zu retten. Also ging ich wieder 3mal die Woche 5 Stunden an die Dialyse. Von da ab war ich 100% überzeugt, dass ich wieder eine Niere bekomme und dass es erfolgreich wird. Ich habe jedem erzählt, dass ich 2005 noch eine neue Niere bekomme. Am 1.Okt. war es dann soweit. Ich kam gerade von der Arbeit nach Hause und wollte mich ein wenig ausruhen als der Anruf kam, dass ich mich bereit halten sollte. Um 2 Uhr nachts kam dann der Anruf-sofort kommen.

Nach erfolgreichen Großmatch und einer Dialyse wurde ich am 2.Okt. erfolgreich transplantiert. 2 Tage später hatte ich jedoch wieder eine OP wegen auftretenden Blutgerinseln. Dies konnte bei einer Nierenbiopsie behoben werden. Jetzt hatte ich eine neue Niere, aber leider lief sie nicht. Ich mußte dann immer wieder dialysiert werden, weil ich sehr überwässert war. Dann endlich nach 6 Wochen am 13.11. stellte sich der Erfolg ein. Ich weiß nicht, wer mehr erleichtert war, die Ärzte oder ich? Im Dezember bekam ich dann eine Lungenentzündung, die ich aber auch gut überstand. Nach 14 Wochen konnte ich dann das Klinikum verlassen. Seit Juli arbeite ich wieder bei der Firma, bei der ich schon siebzehn Jahre beschäftigt bin. Ich bedanke mich bei meinen Ärzten und dem Pflegepersonal des ZK-Augsburg, bei meiner Familie und Freunden, die mich in dieser Zeit begleitet haben. Besonders möchte ich mich bei meinem Spender und seiner Familie bedanken. Allen Betroffenen wünsche ich Mut zur Transplantation und vor allem positives Denken.

 

 

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