Krankheitsverlauf

Ziel einer Behandlung ist die Beseitigung der Ursache, z. B. durch die Gabe eines Antibiotikums bei einer bakteriellen Entzündung, operative Maßnahmen (z.B. bei einem Rückfluss des Urins in das Nierenbecken), die richtige Einstellung des Blutdruckes mit Hilfe blutdrucksenkender Medikamente oder die Einstellung und Überwachung des Blutzuckerspiegels bei einem Diabetiker.

Die Untersuchung von Blut und Urin gibt Aufschluss über die Entgiftungsleistung der Niere. Mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung können Größe, Lage und Form von Nieren und Blase beurteilt und ein Harnstau erkannt werden. Auch Nierenbecken-, Harnleiter- oder Blasensteine, Tumore, Harnabflussstörungen und eine verminderte Durchblutung der Niere können mit Hilfe von Röntgengeräten, Duplex-Sonographie (Ultraschalluntersuchung der Gefäße) und weiteren Geräten diagnostiziert werden. Die Entnahme einer Gewebeprobe aus der Niere (Biopsie) gibt in bestimmten Fällen letzten Aufschluss über die Ursache einer Nierenerkrankung (z.B. bei einer Glomerulonephritis).

Ist eine Heilung aufgrund der fortgeschrittenen Nierenerkrankung nicht mehr möglich, kann der weitere Krankheitsverlauf durch die regelmäßige ärztliche Behandlung positiv beeinflusst werden. Wenn die Niere nicht mehr in der Lage ist, den Körper ausreichend zu entgiften, bleibt nur noch die Dialyse (Nierenersatztherapie) oder die Transplantation.

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